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28.11.2012

Noch 14 Tage, dann geht's zurück nach Deutschland. Es wird noch eine Weile dauern bis ich alles Eindrücke verarbeiten kann.

Letzte Woche waren wir bei einer Familie in den Bergen, 40 Minuten entfernt von Xela: eine Familie ohne Männer. Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen müssen, weil ihre Männer entweder gestorben oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sind. Das Erdbeben vom 7. November hat ihnen nun auch noch einen Teil ihres  Hauses zerstört. Diese Frauen sind Mitglieder der Webkooperative "Trama Textiles"und wir haben uns auf den Weg gemacht, mit ein paar Lebensmitteln und  einem kleinen Geldbetrag.

 

Die Dankbarkeit der Frauen und Mädchen, ihre Freude über unser Kommen, lässt sich aus den Gesichtern ablesen

Am Wochenende war ich dann wieder "touristisch" unterwegs. Erstes Ziel war TABALIK ABAJ, eine Tempelstadt der Maya, die älter ist als das viel bekanntere TIKAL im Nordosten des Landes.

Auch wenn kein Tempel mehr steht, lassen die zahlreichen Skulpturen erkennen, welche Bedeutung diese Kultur einmal hatte.

 

 

Die Ausgrabungsstätte befindet sich inmitten exotischer Pflanzen und auch ein kleiner Zoo ist sehenswert. Besonders gefallen haben mir die die Sonne anbetenden Schildkröten.

 

 

 

Anschließend sind wir an den Pazifik gefahren, nach Champerico: schwarzer Sand und ein menschenleerer Strand...

...und ein traumhafter Sonnenuntergang.

Eines der wichtigsten Transportmittel ist hier das "tricicle", ein überdachtes Dreirad, das einen umweltschonend überall hin transportiert.

 

Ein unvergessliches Erlebnis war eine Bootsfahrt durch ein Naturschutzgebiet, durch Mangrovenwälder. Leider waren wir etwas spät dran, so dass sich viele der gefiederten Bewohner schon zurückgezogen hatten, weil die Sonne unerbittlich vom Himmel brannte.

Gestern war ich dann wieder mit der "Tramafamilie" (Weberinnenkooperative) unterwegs. Maren, eine Deutsche, die seit 3 Jahren in Chcago lebt, hat einen Film über die Frauen gemacht, die die Stoffe für die Taschen weben, die sie in den USA verkauft. 

Mit einem Pick-up (ich durfte gottseidank vorne sitzen) haben wir uns auf den Weg gemacht.

Unser Ziel waren ein paar Häuser, weit ab von jeder Zivilisation.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen kam man sich dann näher und das Eis war schnell gebrochen.

Die Armut dieser Menschen ist für uns unvorstellbar. Der größte Wunsch der Frauen war es,  ihnen Spielsachen zu schenken, die sie ihren Kindern (insgesamt 15)  zu Weihnachten schenken können.

Nach einem anstrengenden Tag, ging's  dann gegen 16:00 wieder zurück nach Xela.

Meine Reise  in den Nordosten Guatemalas habe ich übriges gestrichen. Ich werde die letzten Tage hier in Xela bleiben.

29.11.12 05:07

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