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22.10. - 29.10.2012

Die vergangene Woche habe ich ganz meiner Webarbeit gewidmet. Der Schal ist fertig!

Als zweite Arbeit habe ich mir ein “Centromesa“ (Tischläufer) mit weihnachtlichen Sternen vorgenommen. Weit bin ich noch nicht, vorgesehen sind 30 Arbeitsstunden!

Am Samstag waren wir wieder unterwegs, in der „Tierra de las Flores“ (Blumenland). Keine 20 Minuten von Xela entfernt liegt die Stadt Almolonga. Wovon die Menschen dort leben, sieht man schon vom Bus (Chickenbus!) aus: überall Blumen- und Gemüsefelder, auch an den steilsten Hängen. Unvorstellbar!


 Unser erstes Ziel ist der Großmarkt. Es ist 8:00. Händler aus der ganzen Region kommen zusammen und kaufen ihr Gemüse: Riesenradieschen und Riesenkarotten, Blumen, und, und, und….


 

Die Mayafrauen tragen alles, aber auch alles (s.Foto) auf dem Kopf.

 

Ein Marktschreier ruft die aktuellen Preise und es ist fast kein Durchkommendurch die Menschenmassen.

 Danach verlassen wir den Markt und den Trubel. Wir laufen gemächlich eine Straße entlang, die quer durch die Felder führt, vorbei an einem hypermodernen Schwimmbad!

 Nach ca 45 Minuten Fußweg kommen wir wieder an die Hauptstraße. Dort warten wir aud den nächsten Bus, der uns nach Zunil bringt, das nächste Ziel unseres Ausflugs.

Beide Städtchen haben früher einmal zusammengehört, heute jedoch sind es zwei unabhängige Gemeinden. In Zunil waren wir zu allererst beim Heiligen Simon (San Simón), ein ganz besonders Heiliger, eine Puppe, die raucht und trinkt . Sie sitzt in einer Art Schaukelstuhl in einem Vorraum zu indianischen Opferstätten. Wenn man ihn sehen oder gar fotografieren möchte, muss man 15 Q (1,50&euro bezahlen. Natürlich habe ich bezahlt!!! Die Fotos konnte ich mir nicht entgehen lassen. Am folgenden Tag war übrigens Simons Geburtstag und jetzt sitzt er in einem anderen Haus! Er wird sozusagen jedes Jahr „verlegt“.

 

Im Opferraum der Mayas konnten wir an mehreren Zeremonien teilnehmen: ein Priester und eine Priesterin opferten Muffins, Kekse und Kerzen. Ein Paar rauchte 21 Zigarren (jeder!!!), um die Götter um  Liebe zu bitten. Mario, unser sehr kompetenter Reiseführer, hat uns das erzählt. Er war übrigens mein Lehrer, als ich noch „in die Schule“ ging!

 

Nach diesem schaurig schönen Erlebnis sind wir dann zurückgegangen, ins Zentrum. Dort haben wir die dortige Kooperative webender Frauen angeschaut, die übrigens von einer deutschsprachigen Europäerin (Deutschland, Österreich oder Schweiz) gegründet wurde. Ich hab wiedermal zugeschlagen: 500g „Fäden“ (Baumwolle) für 4,-€! Normalerweise verwendet man das zum Weben, ich allerdings werde was stricken!

 

 

 

 Zum  Abschluss haben wir uns noch was ganz Besonderes vorgenommen: eine 20 minütige Fahrt mit einem Pick-up zu den Fuentes Georginas, heiße Quellen, hoch oben auf dem Berg und entstanden durch vulkanische Aktivitäten.

 

 Ich habe nicht gebadet, sondern es vorgezogen zusammen mit Mario im Restaurant ein leckeres Sandwich zu verspeisen!  Nach ca 1,5 Stunden hat uns dann der gleiche Pick-up wieder abgeholt und ins Tal gebracht. Auf der Ladefläche war’s saukalt (s.Foto). Unten angekommen haben wir uns dann auch gleich auf den Heimweg gemacht und den nächsten Bus nach Xela genommen. Um 14:30 waren wir wieder zu Hause.

Der Sonntag war dann, zumindest für mich, Ruhetag! Ich habe ein bisschen gehandarbeitet, gelesen und geschlafen.

Heute war wieder ein „normaler“ Arbeitstag. Viel war nicht los, aber ich war zumindest außer Haus! Heute Nachmittag war ich im Reisebüro, um mir ein Reiseangebot nach Tikal, im Nordosten von Guatemala, machen zu lassen. Aber dazu später!!! Noch weiß ich nicht, wann ich diese Reise machen werde, sicher ist aber, dass ich sie mache!

Und dann habe ich mich heute so richtig drankriegen lassen. Spricht mich doch in der Stadt ein Mann an, gepflegtes Äußeres und sehr unauffällig, und behauptet mich aus dem Krankenhaus zu kennen. Er sei mein Arzt gewesen. Ich, völlig unbedarft, sage, dass es mir Leid täte, dass ich ihn nicht erkannt hätte, blablabla… Und jetzt kommt‘s: Er hat mir eine Story von einem Auffahrunfall erzählt und mich um  100,- Q (10&euro gebeten und er würde mir das Geld um 18:00 auf einem Platz ganz in meiner Nähe  wieder zurückgeben! Ich war da, wer nicht kam, war er!!! Schade eigentlich! Sicher werde ich jetzt nämlich in Zukunft etwas zurückhaltender reagieren.

So, das war’s für heute. Morgen könnt ihr die ganze Geschichte im Blog lesen (im Moment habe ich sie erstmal in Word gespeichert!

 

 

 

 

31.10.12 16:53

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Charlotte (5.11.12 22:57)
hey Mama, klingt ja interessant, was du da jetzt machst!
Aber du willst hoffentlich nicht ganz alleine in den Norden Guatemalas reisen??Das ist doch gefährlich!
Das mit dem "Arzt" ist aber gar nicht lustig! Hast du ihm die 100 Euro wirklich geliehen?Du bist manchmal einfach zu lieb Mama!
Im großen und ganzen ist bei dir aber alles okay, ja?!
Das Wochenende in Berlin war super! Bin jetzt nur aufgrund von Schlafmangel ein wenig müde..
hab dich lieb
charly

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