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15.10. - 21.10.2012

Eine Woche voller Ereignisse liegt hinter mir!

Zunächst fing die Woche ganz ruhig an, für mein Empfinden zu ruhig. Deshalb habe ich am Mittwoch beschlossen, das Projekt schon am Donnerstag zu wechseln. Seit Donnerstag bin ich also „Voluntaria“ bei tramatextil, eine Kooperative, in der 400 indigene Frauen (mayas) versuchen, ihre Produkte weltweit zu vermarkten. Wer mag kann sich mal die Internetseite anschauen: www.tramatextiles.org


 Den Internetauftritt gibt es bisher nur in englischer Sprache und ich werde versuchen, die Seite ins Deutsche und Französische zu übersetzen. Natürlich werde ich mir da die ein oder andere Unterstützung holen müssen! Bisher haben diese Frauen nur die Möglichkeit, ihre wunderschönen, farbenfrohen Produkte in die USA, nach Kanada und nach Schweden zu verkaufen. Vielleicht gelingt es mir ja, den ein oder anderen Abnehmer (groß oder klein) in Deutschland zu überzeugen. Dazu werde ich mich hier vor Ort genauestens über die Produkte informieren und mich dann, sobald ich wieder in D bin, auf den Weg machen.

Auch ich selbst habe bereits angefangen zu weben. Es mach mir sehr viel Spaß und nachdem ich am Donnerstag und Freitag die Grundarbeiten (s.Foto) gemacht habe, geht’s morgen dann richtig los.

 

 

Am Freitag dann hatte ich richtig Stress. Schlechte Nachrichten aus der Heimat, eine Mail von der Polizei: ein Großbrand in Keltern-Dietenhausen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, hätte fast mein altes Fachwerkhaus zerstört. Eine Scheune+Wohnhaus (ca 1m Abstand!!!) konnte nicht gerettet werden. Mein Haus steht noch und ich hoffe, die Schäden halten sich in Grenzen! Gottseidank habe ich vor Ort kompetente Hilfe! Irgendwie bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass meine Reise nicht unter dem besten Stern steht, aber ich bin noch immer nicht bereit abzubrechen.

Gestern dann ein Ausflug ganz nach meinem Geschmack: in eine Wolldeckenmanufaktur ! Hier werden seit 5 Generationen vor allem Wolldecken aus Naturwolle, gefärbt mit Naturfarben hergestellt.

 

Alle Arbeitsgänge finden unter einem Dach statt: Spinnen, Färben und Weben. Die ganze Familie, Eltern und 6 Kinder, arbeitet in dieser Manufaktur. Die 6 Kinder nur halbtags, den anderen halben Tag gehen sie in die Schule bzw.machen eine Ausbildung. Die „Produktionsanlagen“ sind wie im Mittelalter. Schaut euch die Fotos an, beschreiben lässt sich das nur sehr schwer! …

 

 

 Ich hab mir natürlich einen kleinen Wollteppich gekauft und …..Wolle!!! 1.500g für7,50€. Hab schon angefangen zu stricken, im Dezember ist es ja, soweit ich mich  erinnern kann, ziemlich kalt!

Nach der „Betriebsbesichtigung“ haben wir u.a. eine indianische Opferstätte, die Stadt Momostenango (wer mag kann ja mal googeln) und einen guatemaltekischen Friedhof angeschaut.

 

 


 Hier liegen  auch die deutschen Vorfahren unseres Guides, sein Urgroßvater kam aus Heilbronn!

 

Es war eine sehr erholsame, aber auch eindrucksvolle Tour durchs Hinterland, durch eine herrliche Landschaft, in einem alten Jetta, auf den Hans Lang, so heißt unser Führer, sehr stolz ist!


Heute hab ich’s ruhiger angehen lassen! Wie schon gesagt, ich habe ein paar Reihen gestrickt und geskypt. Mehr aus der Ferne wieder nach dem nächsten Wochenende!

 

22.10.12 17:08, kommentieren

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Wochenende 13./14.10.2012

 Samstag 13.10.2012

Nach einer eher ruhigen Schulwoche, die Prüfungen sind vorbei und wie in allen Schulen dieser Welt ist die Spannung raus, machen wir uns auf zu einem Ausflug in eine andere Welt.

Die Fahrt geht Richtung Süden: in die „Boca de la Costa“ (Richtung Pazifik-heißes Land).

In der Nähe der Stadt Retahuleu (kurz Reu) wollen wir die Comunidad Nueva Alianza besuchen, eine Fair-Trade-Kaffee- und MaKadamianuss-Farm, die heute von 40 Kleinbauernfamilien geführt wird, die früher als Angestellte der Farm arbeiteten. Wer Lust hat, kann sich mal die Internetseite ansehen: www.comunidadnuevaalianza.org.

 

 

Geplant sind eine Übernachtung im Hotel, das zu der Anlage gehört und viele Informationen über Kaffee und Makadamianuss.

Wieder machen wir uns auf mit dem wichtigsten guatemaltekischen Transportmittel, dem Chickenbus.

Es wird eine Fahrt in eine andere Welt!

Bereits bei unserer Abfahrt in Xela strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Doch mit jedem Kilometer in Richtung Süden, quer durchs Gebirge, wird es um mindestens 1 Grad wärmer und mit dem Anstieg der Temperatur ändert sich die Vegetation. Der fast europäisch anmutende Mischwald in und um Xela wird zum subtropischen Regenwald. Wir kommen ins wichtigste Bananenanbaugebiet von Guatemala. Überall an den Straßen werden dicke Bananenstauden (Koch- und Essbananen) verkauft. Es wird zunehmend schwüler. Nach ca. 90 Minuten Fahrt (heute mit einem sehr moderatem Fahrer) kommen wir an dem Treffpunkt an, an dem wir von Javier, einem der Mitarbeiter der Finka abgeholt werden. Auf der Ladefläche seines Pick-ups geht’s jetzt in Richtung Plantage, über Stock und Stein, große Löcher, kleine Löcher, hinein ins Landesinnere, weg von der Hauptstraße.

Außer Grün gibt es hier nichts mehr.

Angekommen beziehen wir erst mal unsere liebevoll eingerichteten Zimmer (Einzelzimmer mit Bad, sehr sauber) mit einem herrlichen Blick auf die Vulkane. Einer von ihnen der „Santiaguito“ ist noch aktiv und wirft mehrmals stündlich Lava aus.

 

 

Es ist beeindruckend schön hier und das, was das Auge sieht, lässt sich nur schwer in Worte fassen: subtropische Pflanzen, unberührte Natur in einem Naturschutzgebiet.

 Nach einem leckeren Mittagessen will uns Kevin, der jüngste Bruder von Javier (von insgesamt 15 Geschwistern!) zwei von drei Projekten, von denen die Familien auf der Finca leben, zeigen. Das Makadamia-Projekt und das Biodiesel-Projekt. Das Kaffee-Projekt verschieben wir auf den nächsten Tag, weil es plötzlich fürchterlich anfängt zu regnen. Mir kommt das sehr entgegen, denn ich bekomme plötzlich fürchterliche Bauchkrämpfe. Was die zu bedeuten haben, erfahre ich allerdings erst am nächsten Tag.

Alle verziehen sich auf ihr Zimmer.  Ausruhen ist angesagt. Der Regen hat inzwischen nachgelassen. Draußen ist es wie in einer Waschküche. Nebel soweit das Auge reicht.

Inzwischen ist es 18:00 und wie immer um diese Zeit stockdunkel. Daran muss man sich erst mal gewöhnen! Alle warten, mehr oder weniger aktiv, auf das Abendessen.

Nach dem Abendessen erzählt uns Javier alles über die Entstehung der Kooperative, sehr interessant und wie ich meine auch nachahmenswert:

Gegen 21:00 verschwinden alle auf ihr Zimmer. Wir verabreden uns zum Sonnenaufgang um 5:30.


Ich kann zunächst nicht schlafen, meine Stiche jucken immer noch und ich schmiere und schmiere… Irgendwann muss ich dann doch eingeschlafen sein, aber gegen 4:00 werde ich abrupt wach: Mein Bett wackelt heftig, die Erde bebt. Für die Guatemalteken ganz normal, für mich etwas erschreckend. Diese Erdstöße kündigen den Übergang vom nassen Winter zum trockenen Sommer an, und umgekehrt. Heute (Montag) war der nächste, in der Schule!

Nun gut! Ich bin dann erst mal aufgestanden und blöd rumgelaufen. Im Haus hat sich nichts bewegt, alle haben weiter geschlafen. Da hab ich mal zum Fenster rausgeschaut und ein fantastisches Schauspiel gesehen: Der Santiaguito hatte eine Rieseneruption und von mehreren Seiten floss die glühende Lava in die Tiefe. Toll!!! Leider habe ich meinen Fotoapparat nicht schnell genug gefunden!

Dann hab ich mich nochmal hingelegt, denn bis zum Sonnenaufgang wars ja jetzt nicht mehr weit. Vom Dach des Hotels aus hatten wir einen herrlichen Blick!!!

Danach sind wir alle wieder ins Bett gegangen.

Sonntag, 14.10.2012

Als ich dann um 7:00 unter die Dusche gehen wollte, brach das Unheil über mich herein: fürchterliche Krämpfe, Schmerzen im linken Arm und Atemnot! Da wurde ich panisch und habe Javier gebeten, mich ins Krankenhaus zu bringen, in ein staatliches, denn ich hatte keine Kreditkarte dabei!

Eine interessante Erfahrung, auch wenn ich sie lieber nicht gemacht hätte. Da war zunächst mal der „Krankentransport“ im Pickup. Durchgeschüttelt bis in die kleinste Zelle wurde ich im  untersten Viertel des Wegs „umgelagert“ in einen Krankenwagen! Von da ging‘s ins Krankenhaus. Und als ich aus dem Krankenwagen ausstieg war da plötzlich ein Mann, der sich mir als José vorstellte. Zuerst dachte ich, das wäre ein Arzt. Aber weit gefehlt! Das war jemand von einer staatlichen Organisation, die sich INGUAT nennt. Diese Leute haben die Aufgabe,  Touristen in Not zu helfen. Genial! Er war die ganze Zeit bei mir, hat mir Wasser besorgt und Medikamente und schließlich noch den Rücktransport (nicht im Chickenbus, sondern mit fahrtauglichen Geländewagen) bis vor die Haustür organisiert. Und das Ganze hat nichts gekostet! Ich hab’s erst gar nicht glauben können.

Übrigens: Es war nicht das Herz, sondern der Darm! Ich habe mir wohl ein paar Parasiten eingefangen, was hier ja an der Tagesordung sein soll! Möglicherweise steht auch mein Hautausschlag damit in Verbindung. Jetzt reicht es mir allerdings mit Krankheiten! Gestern war ich mental soweit, meinen Aufenthalt abzubrechen!

Heute sieht die Welt allerdings schon wieder ganz anders aus und vielleicht, so Sheny meine Gastmutter; ist mein Körper jetzt fit für dieses Land! Drückt mir die Daumen!

 

 

1 Kommentar 16.10.12 00:55, kommentieren

Wochenende 6./7.10.2012

 Samstag

 Nachdem wir nun schon drei Wochen hier sind, haben wir, meine Mitbewohnerin und ich beschlossen, einen Halbtagesausflug zu wagen. Da es hier nicht üblich ist, einfach loszufahren, schon gar nicht zwei ältere Frauen, haben wir diesen Ausflug über ein Reisebüro gebucht. Noch ist Nebensaison hier in Guatemala und wir hatten einen Reiseführer ganz für uns allein. Wir wurden morgens um 8:00 vor der Haustür abgeholt, zu unserer großen Freude mal mit einem neuen Kleinbus. Ziel des Ausflugs waren drei sehr schöne koloniale Kirchen, die ältesten Mittelamerikas:

San Andrés Xecul

 

 

San Cristóbal Totonicapán

 

Salcajá

 


Alle drei Kirchen sind außergewöhnlich. So hat man beispielsweise in San Andrés ganz oben auf dem Berg eine kleine Kopie der Hauptkirche (eine Art Kapelle) errichtet, neben der die Mayas noch heute eine Opferstelle haben. Denn, so erklärte uns unser Führer, es war und ist immer noch ungeheuer schwierig, das Volk der Maya in  die geschlossenen Räum einer Kirche zu bekommen, schon allein deshalb, weil während ihrer Opferzeremonien immer etwas verbrannt wird. Geopfert werden Kerzen, Blumen und andere Dinge, die demjenigen der die Götter um Hilfe bittet, wichtig sind. Eine Zeremonie kann mehrere Stunden dauern.

 

Während dieser Tour haben wir sehr viel über die" Urbewohner" dieser Region, die Mayas erfahren. Es leben in Guatemala 21 verschiedene Stämme, jeder dieser Stämme spricht eine eigene Sprache. Auch die Kleidung der verschiedenen Gruppen ist unterschiedlich, insbesondere die Farben.

Der Anteil an Indígenas (Mayas) ist hier in Xela sehr hoch. Obwohl  es heute auch einige Mayas gibt, die einen Schul- bzw. Universitätsabschluss haben, lebt die Mehrheit dieser Volksgruppe in großer Armut entweder in Hütten am Stadtrand (wie in dem Viertel, in dem meine Schule ist), oder auf dem Land. Nur ein geringer Prozentsatz, insbesondere der Frauen, kann lesen und schreiben. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, die Kinder zu versorgen (6 Kinder sind keine Besonderheit) und den Lebensunterhalt durch Handarbeiten aufzubessern. Wenn ich im Bus neben diesen Frauen sitze, die drei Kinder an der Hand und noch ein ganz kleines in einem Tuch auf dem Rücken haben, frage ich mich oft, wie sie es schaffen, diese Leben zu führen.

 Sonntag

Heute waren wir auf einem Markt, 2,5 Stunden entfernt von Xela. Wir waren in Chichicastenango (kurz: Chichi), das in jedem Reiseführer als  Highlight angepriesen wird.

Naja!!!

Da war zuerst mal die Fahrt mit dem Chickenbus!  Auf der Hinfahrt hatten wir einen verkappten Rennfahrer als Fahrer: Mit 100 über die kurvenreiche Schnellstraße quer durchs Gebirge. Nach der Fahrt war ich erst mal platt! Und dann der Markt! Von allen Seiten sind sie auf uns losgestürmt! Wir sehen halt mal nicht aus wie „guatemaltecos“, also wurde alles versucht, um uns irgendwas anzudrehen. Klar haben wir gekauft, aber irgendwann war‘s dann genug und wir haben uns aus dem Getümmel verzogen- in einen „Comedor“. Dort wird in großen Töpfen lecker gekocht. Wir haben zu Dritt gegessen und getrunken für umgerechnet mal 5,50€. Da kann man wirklich nichts sagen.

Danach haben wir noch ein paar Fotos gemacht (s.u.) und mussten dann wohl oder übel die Rückfahrt antreten, diesmal mit einmal Umsteigen. Teil zwei war auch mit dem Chickenbus, aber der Fahrer war gezwungen etwas langsamer zu fahren: zum einen hats geregnet und zum anderen waren seine Scheibenwischer defekt!!!

 

 

 

 

 

 

 

 Dieses Foto hat mich 2 Quetzales gekostet!!!!!

Jetzt sitze ich im Trockenen, zu Hause, obwohl es draußen immer noch regnet als hätte man Schleusen geöffnet. Ob’s wirklich nur noch eine Woche ist bis zum Ende der Regenzeit????

Morgen beginnt wieder eine neue Woche: Prüfungen!!

Sorry, dass meine Einträge zeitlich immer etwas versetzt erscheinen. Es ist alles nicht so einfach

 

 

1 Kommentar 9.10.12 02:38, kommentieren

5.10.2012

Ein paar Tage sind vergangen seit meinem letzten Eintrag-alles hat sich wieder normalisiert! Gesundheitlich geht es mir wieder gut und ich kann meiner „gewohnten“ Tätigkeit (morgens Lehrerin und nachmittags Schülerin) wieder nachgehen.

Gestern habe ich mit zwei Klassen Laternen gebastelt und ich musste mit Erstaunen feststellen, dass sogar 14/15-Jährige sehr engagiert mitgearbeitet haben. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Bastelarbeit bei uns in einer sechsten Hauptschulbühne so angenommen würde. Man bekommt hier das Gefühl, dass alles, was man anbietet, mit sehr großer Dankbarkeit, aber auch Neugier, angenommen wird. Auf jeden Fall hatten wir ein sehr schönes Ergebnis.

 

 Bastelstunde in der vierten Klasse


Ergebnisse (4.Klasse)

Bastelstunde in der sechsten Klasse


Die beiden Stunden an einer Sprachschule nachmittags mit einem schon etwas älterem Lehrer (mestizo, wie er selbst betont) sind für mich sehr interessant. Da darf ich neugierig sein! Ich erhalte alle Informationen über Guatemala, die ich brauche, um dieses wunderschöne Land ein bisschen besser zu verstehen. Denn auch nach fast drei Wochen ist es noch immer sehr bedrückend, wie die meisten Menschen hier leben müssen. Die Armut ist an allen Ecken zu spüren. Dennoch versucht jeder irgendwie über die Runden zu kommen. Sehr viele Jugendliche haben gar keine andere Wahl, als die Schule abzubrechen, denn sie müssen mithelfen, die Familie durchzubringen. Man sieht deshalb überall Kinder und Jugendliche, die Autos putzen, den Fahrer der Minibusse unterstützen, Schuhe putzen oder irgendwelche unnützen Dinge verkaufen. Manchmal ist das ganz schön deprimierend.

Inzwischen ist es Abend geworden. Ich sitze in meinem Zimmer und versuche den Blog, den ich heute Morgen angefangen habe, weiter zu schreiben.

Heute war mein „Prepa“-Tag, d.h. ich war unterstützend in der Vorschulklasse tätig. Ca. 30 Minuten waren wir in der Bibliothek und ich habe den Kleinen eine Geschichte vorgelesen. Zuerst war alles ganz ruhig, aber nach 15 Minuten kam ich mir dann vor wie ein Raubtierbändiger. Ich hab‘s überstanden!

Heute durften die Kinder etwas früher nach Hause gehen als sonst, weil nächste Wochen die Jahresabschlussprüfungen sind.

Zuhause angekommen haben wir dann erfahren, dass es heute in der ganz Xela kein Wasser gibt, zumindest nicht aus dem Wasserhahn! Von oben gab es wieder mehr als genug. Man kann fast die Uhr danach stellen, wann es anfängt zu regnen!

Von 16-18:00 war ich dann wieder Schülerin. Danach habe ich einen Ausflug für Morgen gebucht, für meine Mitbewohnerin und mich. Das war gar nicht so einfach, denn jetzt war auch noch der Strom ausgefallen….Xela im Kerzenlicht, superromantisch!!!

Hat aber nicht lang gedauert, nach 15 Minuten war der Spuk vorbei…Wasser haben wir allerdings immer noch nicht.

Unser Ausflug morgen hat das Thema“Iglesias Coloniales“ (koloniale Kirchen) und wir werden 3 der ältesten Kirchen Mittelamerikas besuchen. Das Ganze wird sehr gemütlich ablaufen, denn wir gönnen uns einen Shuttlebus und werden um 8:00 vor der Haustür abgeholt. Luxus pur! Das Ganze für 20,-€

Vielleicht habe ich morgen Abend ein paar Fotos, die ich einstellen kann.

Hier noch ein Nachtrag in Sachen Fotos:

Mein Zimmer:



 Unser Bad


6.10.12 04:52, kommentieren

Montag ,1.10.2012

Nachdem mir gestern mein Text verloren gegangen ist, versuche ich heute nochmal die Lage der Dinge kurz zusammenzufassen.

Das Wochenende war ruhig und ich war im Wesentlichen damit beschäftigt, den Ursprung meiner zahlreichen Stiche zu erforschen. Nach wie vor finde ich immer wieder neue und vermute stark, dass es Flöhe von einem der Haustiere meiner Gastfamilie sind. Heute haben alle eine Flohbehandlung bekommen und sollte trotzdem bis zum Wochenende keine Besserung eintreten, werde ich wohl oder übel meine Unterkunft wechseln müssen.

Ich fände das sehr schade, denn ich weiß, dass Sheny und ihre Söhne auf das Geld angewiesen sind. Außerdem sind hier alle  außerordentlich nett und helfen, wo immer sie können.

Ja, und als ob meine juckenden Stiche nicht schon genug wären, habe ich mir auch noch eine heftige Halsentzündung eingefangen und kann kaum schlucken. Seit heute muss ich deshalb ein Antibiotikumn nehmen und hoffe, es damit in den Griff zu bekommen. Morgen werde ich deshalb mal nicht in die Schule gehen und mich ein  ausruhen.

Seit heute bin ich zusätzlich zu meiner freiwilligen Arbeit noch jeden Nachmittag  2 Stunden in einer Sprachschule. Im Wesentlichen geht es mir darum, noch mehr über Land und Leute zu erfahren und ich habe Glück: Mein „Privatlehrer“, scheint sich sehr gut in Geschichte und Politik Guatemalas auszukennen. Könnte sehr interessant werden. Außerdem bietet die Sprachschule zahlreiche Aktivitäten und Ausflüge an. Das ist sehr gut, denn man kann alleine so gut wie nichts unternehmen!!! Das wäre viel zu gefährlich!

Gestern und heute regnet es hier wie aus Kübeln. Teilweise steht das Wasser kniehoch in den Straßen und es kommt immer wieder zu Stromausfällen.

Heute Vormittag habe ich mich trotz meiner Halsschmerzen in die Schule gequält. Zum „Tag der Kinder“ hatten sich die „ordentlichen“ Lehrer tolle Aktivitäten ausgedacht. 20 aus allen Klassenstufen bestehenden Gruppen mussten einen Parcours mit 10 Stationen durchlaufen. Es ging da nicht ums Gewinnen, vielmehr stand der Teamgeist an erster Stelle. Auch wenn ich nicht bis zum Schluss bleiben konnte, war das Ganze sehr beeindruckend.

 

 

 

4 Kommentare 2.10.12 16:15, kommentieren

Endlich Wochenende!!!

Es hat geklappt! Ich konnte ein paar Fotos hochladen. Ja, so sieht es aus bei mir!

Heute habe ich den ganzen Vormittag mit meinen Vorschulkindern gebastelt. Wir haben die kleinen (sehr schmutzigen) Füße abgezeichnet, dann angemelt und schließlich ausgeschnitten. Dananch haben wir sie an einem Luftballon befestigt und der kleinen Figur Haare aus bunter Wolle und ein Gesicht gegeben... und fertig war für jedes Kind eine "Marionette" als kleines Geschenk zum "Días de los Ninos" (Tag der Kinder), der am Montag hier in Guatemala gefeiert wird. 

 Und jetzt steht mein zweites Wochenende vor der Tür, mal sehen, was an Unternehmungen möglich ist. Morgen Nachmittag treffe ich mit zwei jungen Freiwilligen, die auch in meinem Projekt arbeiten. Anna ist aus Münschen und Kully aus Kanada. Wir werden uns gemeinsam Englischprüfungen für die 4.,5. und 6. Klasse  ausdenken.

Heute scheint die Sonne, aber es ziehen schon wieder dunkle Wolken auf. Es ist jetzt 13:00 hier in Guatemala. 

Bis zum nächsten Mal!

1 Kommentar 28.9.12 21:02, kommentieren

27.09. Erneuter Versuch, ein paar Fotos eizustellen

Meine Straße:

 

 


     

 Mein Zuhause (meine Gastmutter in der Küche):

 

   

 

 Eine der beiden Terassen:

 

  

 

 Xela von oben:

 

 



 Das Monument Justo Rufino Barrios und .....ich

 

  

 

Einige "meiner" Kinder:

 

 


 

 


 
 

 

1 Kommentar 28.9.12 00:50, kommentieren